SHZ Artikel vom 6. Juli 2011 (Schleibote anlässlich Ausstellung im Arnisser Rathaus)

Arnis. Wer derzeit den Sitzungssaal des Arnisser Rathauses betritt, ist zunächst verblüfft, bleibt stehen und schaut dann genauer hin. Von allen Wänden, aus allen Ecken und Engen und sogar vom Fußboden blicken ihm neugierig große Augen von “hoffnungsvollen Monstern und anderen kleinen Narren” entgegen. Gemalt auf Segeltuch, Abdeckplanen und Kartoffelsäcken gehören sie zur jüngsten Ausstellung im Rathaus, präsentiert von Inger-Kristina Wegener aus Büdelsdorf bei Rendsburg.

Die 45-Jährige nennt ihre Acryl- und Ölbilder auf ungewöhnlichem Malgrund “Fidibus”, schwarzer Kobold”, “Monsterdrachen, “Gänsemagd” oder “Heimchen im goldenen Käfig” – allesamt fröhlich und immer wieder überraschend. Und alle haben Gebrauchsspuren als Indiz dafür, dass sie schon auf anderen Ausstellungen zu sehen waren – weltweit. Was den robusten Malgrund betrifft, fühlt sich die Künstlerin der nordischen Tradition verbunden. Ihre Segeltuch-, Abdeckplanen- und Kartoffelsackbilder lassen sich zusammenrollen und so problemlos transportieren.

Erst vor einem Jahr ist Inger-Kristina Wegener mit ihren Töchtern Zoé (13) und Phoebe (10) – beide sind in den USA geboren – nach mehreren Jahren des Lebens und künstlerischen Schaffens aus New York nach Deutschland zurückgekehrt. In Büdelsdorf arbeitet sie als Rechtsanwältin mit dem Spezialgebiet Kunst und Recht, ist für die “NordArt” in der Carlshütte tätig. Die Beweggründe, in Arnis auszustellen, liegen für Wegener auf der Hand. In ihrem Herzen sei sie ein bisschen Arnisserin, gesteht sie. Die gebürtige Kielerin verbrachte ihre Sommerferien stets in Arnis bei “Tante Dorte”. Damit meint sie Dorte Jaich, die sich ihrerseits über die Grenzen der Stadt hinaus als Kunstschaffende einen Namen gemacht hat.

In Berlin studierte Inger-Kristina Wegener Jura und bei dem belgischen Maler Roger Servais Bühnenbildgestaltung und freie Malerei. Ihr juristisches Referendariat absolvierte sie in Schleswig und Kappeln – während dieser zwei Jahre lebte sie in Arnis und verbringt jetzt in der Schleistadt einen Kurzurlaub. Das bedeutet, dass sie bis einschließlich Sonnabend, 9. Juli, zur Stelle ist, wenn das Rathaus seine Türen von 13 bis 15 Uhr für ihre Ausstellung öffnet. Danach sind die “Monstern und Narren” bis zum 28. Juli während der üblichen Rathaus-Öffnungszeiten zu sehen.

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