MONSTER.KUNST.KINDER.RECHTE, Ausstellung im Landeshaus Kiel vom 17.11. – 27.11.2014

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Mit angemessener Nervosität zähle ich die Stunden bis zur Eröffnung der Ausstellung im Landeshaus Kiel.

Die Monster, die als Botschafter der UN Kinderrechtskonvention in vielen Nächten in meinem Studio Gestalt annahmen, hängen seit Freitag in dem lichtdurchfluteten ersten Stockwerk des Kieler Landeshauses und warten auf die Eröffnungsveranstaltung. 41 Monster für 41 Artikel des Teil I der UN Kinderrechtskonvention. Über 250 Besucher haben sich auf die Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein für die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung angemeldet, es sind sehr viele junge Menschen dabei.

Ein Wunsch für die Ausstellung sei erlaubt: mögen die Monster, die mich und viele Schülerinnen und Schüler in über zehn Jahren Workshops begleitet und inspiriert haben, in der ihnen eigenen Sprache zu den Kindern und Jugendlichen sprechen.

“Überall lernt man nur von dem, den man liebt.” hat Goethe gesagt. Astrid Lindgren griff es in ihrer Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels auf. Das gilt, wir wissen es, für das Gute, das wir unseren Kindern mit auf den Weg geben können, Gerechtigkeit, den Wunsch nach Freiheit und Menschlichkeit, wie auch für das Gegenteil: Gewalt, Unversöhnlichkeit und Gier.

In einer Welt, in der so viel Gewalt zwischen den Menschen herrscht, gilt es mit den Worten Astrid Lindgrens daran zu erinnern, dass all jene, die heute Gewalt predigen, einst Kinder waren, die Gewalt lernten. Und so ist es mit dem utopischen Sinn der Künstlerin ebenso wie mit dem nüchternen Sinn der Juristin, dass ich mich mit dieser Ausstellung  zum 25. Geburtstag der Konvention direkt an die Kinder wende. Wer bereits Rechte hat, braucht sie anderen nicht zu entreißen. Wer satt ist, kann lernen. Wer geliebt wird, kann lieben. Wer Gerechtigkeit erfährt, wird Gerechtigkeit verbreiten.

Die Umsetzung der UN Kinderechtskonvention (und die Aufnahme von Kinderechten in unser Grundgesetz) ist notwendige Arbeit am Fundament unserer Gesellschaften. Nach all diesen Jahren lasse ich mich nicht eines anderen belehren: aus geliebten, respektierten Kindern werden friedliche Erwachsene.